HALLO AUS BERLIN Man kennt das ja. Kaum sind die Tage länger und die Luft wärmer, verlässt der gemeine Großstädter seinen Bau und treibt sich unter freiem Himmel umher. Die Endorphinausschüttung zwingt ihn, seine Höhle zu verlassen und ins Freie zu gehen. Da werden Open Air Areale eröffnet, tonnenweise Sand an das Ufer der Spree gekarrt und ein Festival jagt das nächste. Die dunkle Tanzfläche scheint zwar ihre sonst so magische Anziehungskraft zu verlieren, doch Pause macht das Leben in den Clubs dieser Stadt deshalb noch lange nicht. Das sonst schon vielfältige Angebot wird durch neue, ausschließlich im Sommer geöffnete Orte bereichert. Eine klassische Sommerpause machen nur Hochkultur und Politik. Aber dieses Jahr kommt noch ein ganz besonderes Ereignis dazu. Der Sommer macht Pause! Immer wieder werden Tage des Sonnenscheins durch regnerische Perioden unterbrochen. So gesehen bekommt das Wort Sommerpause eine ganz neue, wenn nicht sogar seine ursprüngliche Bedeutung. Wie ärgert es uns jetzt, dass wir nicht schon im Mai die Seen des Berliner Umlands zur Erfrischung nutzten. Kaum will man auf ein Festival fahren, regnet es und an arbeitsreichen Tagen lacht einem die Sonne ins Gesicht. Aber eins lässt uns hoffen: Pausen sind irgendwann immer vorbei. Trotz zurückliegender Schulzeit erinnern wir uns noch dumpf an ein Klingeln, welches das Ende einläutete. Da wir nicht in die Zukunft sehen können und wissen bei welchem Wetter ihr diese Zeilen lesen werdet, können wir nur hoffen, dass es dann bereits endgültig geklingelt hat.
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