NORDOST

Hallo aus Rostock!

Da hatten wir den Salat. Kartoffelsalat aus der Dose mit Currywurst, lascher Blattsalat auf‘m Räucheraalbrötchen, Kabelsalat im Riesenrad.

Die Hanse Sail war wieder in Rostock am Start und gefühlte tausend Fressbuden boten diese wunderbaren Spezialitäten feil. Wieder mal Riesenrummel mit Wasseranschluss und Rumgeschiffe. Die Generation Beige fiel hedgefontartig per Bus und Stufenheck- PKW über unsere zum Glück gerade neu und breit gemachten Straßen in den Stadthafen ein.

Die bevorzugte Fortbewegung an diesem Wochenende war „schön langsam“. Nasenhaare und Videokameras, Gesundschuh und rüstige Segelromantik. Im Dezember Dampfloks im Harz fotografieren, im Sommer Segelschiffe. Laut einer Studie russischer Wissenschaftler wird die „Klick-Dichte“ auf der Hanse Sail (die Häufigkeit von fotografisch ausgelöstem Unfug im Verhältnis von Personen pro Quadratzentimeter) nur noch von den japanischen Reisegruppen auf Schloss Neuschwanstein übertroffen.

Aber was soll’s, ohne die Hanse Sail wäre so manch ein Unternehmen zur Insolvenz verdammt, das beißt die Maus keinen Faden ab. Veranstaltungen wie die Hanse Sail kann man ja getrost als Love Parade für Rentner bezeichnen – Schiffe statt Trucks, Schlager statt Bumbumnana, Räucheraalbrätchen statt Szenegetränk – blaue Haare, Gleichschritt und überall die selben Klamotten, das gibt’s auf beiden Seiten.

Auf den folgenden Seiten gibt es dagegen wieder mal die beste und glaubwürdigste Veranstaltungsinformation, die man sich für Mecklenburg-Vorpommern nur vorstellen kann.

Ahoi!

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